Berührbarkeit ist unsere größte Stärke

Vielleicht stellst du dir ja auch die Frage: „Was ist meine Aufgabe in diesem Leben?“ Als ich mit Anfang 30 meiner inneren Führung diese Frage stellte, hatte ich mir die Antwort ehrlich gesagt etwas anders vorgestellt. Wesentlich spektakulärer und aufregender. So mit „Tataaaaa“ und auch ein bisschen wumms :-))

Zu dieser Zeit war ich schon drei Mal Mutter geworden, konnte mich über Arbeit nicht beklagen und dennoch fühlte sich mein Leben leer und unbefriedigend an.
In meiner Verzweiflung strickte ich Waldorfzwerge, backte Brot, faltete Sterne, schlug die Trommel, fraß den Frust in mich hinein und konnte zusehen, wie mein Hals immer dicker wurde.

Schließlich war sein Ausmaß nicht mehr zu übersehen, ich hatte einen Kropf in der Größe einer geballten Faust entwickelt, der aus ärztlicher Sicht heraus betrachtet hoch explosiv war und jederzeit zu Krebs entarten konnte.

Als ich mir denn diese so bedeutsame Frage nach meiner Aufgabe stellte, erschien vor meinem geistigen Auge eine junge Frau, die mich lächelnd ansah. Mit einem Blick, der alles wusste … In diesem Augenblick wusste auch ich … Mit dem Herzen sehen. Für einen kurzen Augenblick erschaute ich durch ihre Augen, mein wahres Sein und fing an zu begreifen, Liebe zu fühlen, in einer völlig neuen Dimension. Liebe, für die ich vorher nicht erreichbar war.

Die Auswirkungen waren phänomenal!
Sie veränderten meine Wahrnehmung mit einem Schlag, sodass ich begann, meine Qualitäten und Möglichkeiten zu erkennen und anzunehmen. Und nicht nur meine Potenziale wurden mir ersichtlich.

Mein Blick schaute plötzlich hinter die Fassade. Ich sah die Ängste der Menschen, doch auch ihre Größe und das unbegrenzte Potenzial an Möglichkeiten, das dahinter verborgen lag.

Ich ermächtigte mich dazu, die Manifestation meines Kropfes wieder aufzulösen.

Ich ermächtigte mich, wieder zu sehen.

Ein paar Jahre später konnte ich mein Geschenk auch hier auf der Körperebene wahrnehmen.
Ich wachte auf und konnte sehen! Meine Kurzsichtigkeit war über Nacht von 3,25
und 3,75 Dioptrien auf 0,0 und 0,5 Dioptrien gesunken.

Meine geistigen Begleiter hatten es mir drei Tage vorher angekündigt, doch ich hielt es für eine Metapher. „Damit du endlich glaubst …“ war ihr Kommentar, als ich ungläubig und völlig perplex aus meinem Bett stolperte, in den Garten schaute und völlig klar sah.

Es hat sich in den darauf folgenden Jahren so manches relativiert. Eine große Sorge, als vor 20 Jahren Lord Sananda mir das Angebot machte, mich auszubilden, war, mein Bedürfnis nach Abenteuer und Bewegung aufgeben zu müssen.

Eine weitere Sorge war, nichts mehr zum Lachen zu haben, da jetzt der Ernst des Lebens beginnt! Ich kann mich noch gut erinnern, wie ich bei mir dachte: “Wenn die „geistige Welt“ denkt, ich sitze den ganzen Tag nur in der Ecke und singe Ohm, hat sie sich getäuscht!

Eines kann ich dir versprechen: Es wird das größte und wundervollste Abenteuer deines Lebens, dich auf Entdeckungsreise zu dir selbst, zu begeben.

Aber da ich ein neugieriges Wesen bin und mein Herz immer lauter wurde, ließ ich mich ein… ließ ich mich fallen.

„Du wirst lernen im größten Chaos, im Herzen zentriert, in Himmel und Erde verwurzelt zu bleiben“ erklärten mir die Aufgestiegen Meister und wir luden das Chaos ein:-)

„Du bist nicht hier auf dieser Erde, um vorhandene Systeme weiterzugeben. Du willst frei sein und dich frei zu bewegen, ist in hierarchischen Systemen nicht möglich.“

Also machte ich ein großes Feuer und verbrannte meine Reiki Zertifikate bis zum Lehrer-Zertifikat. Versuchte nicht mehr daran zu denken, wie hoch ich mich verschuldet hatte, um diese Ausbildung zu machen.

Meine Ehe war zu diesem Zeitpunkt schon nicht mehr lebendig, die Hinweise meiner geistigen Freunde ignorierte ich jedoch, weil ich Angst davor hatte, drei Kinder alleine aufzuziehen.

Eines Tages stand Erzengel Michael vor mir und verkündete mir ein weiteres Kind. Ich kam mir vor, wie im falschen Film und beschloss, das ganze für eine Metapher zuhalten. Einen Monat später war ich schwanger, die Metapher heißt Leo und ist inzwischen 20 Jahre alt …

Am Tage nach seiner Geburt erkannte ich die Illusion, die ich in unserer Ehe aufrecht erhalten hatte und wußte, dass ich gehen musste.
Bis ich tatsächlich gehen konnte, dauerte noch einmal fast zwei Jahre.

So habe ich gelernt, dass alles seine Zeit hat. Wir können unsere Schritte nur mit uns gehen. Ich habe begriffen, was es bedeutet, jedes Wesen dort abzuholen, wo es steht und die kleinen Schritte zu schätzen, die so möglich werden. Auch aus kleinen Schritten in Sicherheit, werden bald große Sprünge in Freude.

Und so sprang ich. Bewegte mich hinaus aus meiner Nicht-Beziehung, hinein in die Beziehung zu mir selbst. Sagte ja, zu meinem Chaos, ja, zu der Verantwortung für meine vier Kinder. Und entschloss mich, mein Herzwissen weiterzureichen. So war es mir möglich zu arbeiten und dennoch als Ansprechpartner für meine Kinder, zu Hause zu sein. Die ersten Jahre waren hart. Ich mietete ein großes Haus mit Platz für uns Fünf und einem großen Praxis- und Seminar Raum im Souterrain. Als Alleinverdienerin für unsere Großfamilie arbeitete ich den ganzen Tag. Hausarbeit erledigte ich frühmorgens und in den Pausen zwischendurch. War der Kleinste im Bett, channelte ich Essenzen und schrieb die dazugehörigen Texte. Die ständige Existenzangst ließ mich Nächtelang wach liegen. Doch sobald ich arbeitete, kam die Freude, ich fand zur Ruhe und meine Batterien luden sich wieder auf.

Während dieser Zeit vollzog sich das, was ich heute als „Learning by doing“ bezeichne.
Ich trat in fast jedes Fettnäpfchen, das ich mir lernfreudig wie ich bin, aus höchster Ebene manifestierte, ich begriff den Unterschied zwischen Ich bin’s und ICH BIN.
Lernte, mich den Konflikten, die unweigerlich auftraten, zu stellen und mir zu verzeihen, wenn ich mein Fehlen erkannte. Ich begann zu vertrauen, dass sich die Lösungen gestalten, wenn ich mich vollkommen und mit offenem Herzen auf die Erfahrung einlasse. Ich habe erkannt, wie wesentlich es ist, mir selbst gegenüber ehrlich zu sein, mich berühren zu lassen, authentisch zu bleiben. Meine Konzepte loszulassen, wie Lösungen zu sein haben, sodass sie sich frei aus dem göttlichen Willen heraus gestalten können. Und vor allem meinem Gegenüber die Zeit zu geben, die er braucht, um seine eigenen Erfahrungen zu machen.

Viel Zeit ist seitdem vergangen. Die Kinder sind erwachsen. Mein Ältester ist inzwischen 31 Jahre alt und verheiratet. Seit 2013 lebe ich meinem jüngsten Sohn wieder im Herzen von Karlsruhe – in einer wunderschönen hellen, lichtdurchfluteten Altbauwohnung, so wie ich es mir immer gewünscht habe.
Meine Herzwellen-Lichtessenzen sind ebenfalls gewachsen und wollen hinaus in die Welt. Für viele Menschen sind sie zu treuen Begleitern geworden. Deshalb werden sie demnächst in Apotheken und Geschäften zu kaufen sein.

Unsere Möglichkeiten warten hinter unseren Vorstellungen darauf, dass wir sie begreifen.

Deine Yanara